Ein Herz fÜr Kinder Auf den Spuren der Reisläufer in Solothurn Am letzten Samstag im Heumonat Juni, an St. Petri und Pauli, versammelte sich die fast vollzählige Vereinsfamilie der Sankt Nikolausgesellschaft Wangen bei Olten in Solothurn vor dem Baseltor, das mit der St. Ursen-Kathedrale im Hintergrund ein beeindruckendes Bild darstellt. Trotz kühler und nasser Witterung verfolgten die Gesellschafter gespannt und voller Interesse die Ausführungen der Marketenderin (Begleiterin der Reisläufer) aus der Reisläuferzeit. Zwischen 1400 – 1848 verdienten viele Schweizer ihren Lebensunterhalt als Söldner in fremden Armeen, die meisten von ihnen flohen damit vor der Armut. Seit 1530 residierte der französische Botschafter (Ambassador) in der Stadt Solothurn. Durch die organisierte Anwerbung Schweizer Söldner, die in Europa als die besten, stärksten, treusten und unbesiegbarsten Kämpfer galten, erlebte die Reisläuferei ihre Hochblüte. Der französische Hof hatte mit Solothurn feste Verträge, um Söldner anzuwerben. Dadurch leisteten viele Solothurner Kantonsbürger Dienst in der französischen Armee und in der legendären Hundertschweizer-Hofgarde (franz. Cent- suisses). Diese Einheit bestand von 1497 bis 1792 und war direkt dem König von Frankreich unterstellt. Wie  im 16. Jh. hörten wir bei der Stadtführung all die Signaltöne, Anweisungen, Lebensumstände, Begebenheiten, Sorgen, Nöte und auch die schönen Seiten der Bevölkerung von Solothurn und der in fremde Dienste ausziehenden Männer und Frauen. Von einem wichtigen historischen Gebäude zum anderen schlenderten wir durch die schönste Barockstadt der Schweiz. Im Zunfthaus zu Wirthen legten wir einen Halt ein. Bei einem Glas Solothurner Bürgerwein erzählte uns die Marketenderin in der eindrücklichen Gaststube des altehrwürdigen Zunfthauses so manches aus der Vergangenheit. Dass Solothurn übersetzt Wassertor heisst, lernten wir, wie auch einige geheimnisvolle Zaubersprüche und deren Wirkungen.                                                                                                                       Schnell, nur allzu schnell verging die Zeit. Unsere Stadtführerin, im heutigen Leben Frau Egger, musste sich leider von uns verabschieden, um die nächste Gruppe zu empfangen und durch die Stadt zu führen. Nach all diesen Eindrücken spazierten wir durch die Villenviertel, wo uns so manche „Türmlihäuser“ mit ihren grosszügigen Parkanlagen der Solothurner Patrizierfamilien aus der Vergangenheit immer wieder in Staunen versetzte. In der schmucken St. Niklauskirche, die dem Hl. Nikolaus von Myra geweiht ist, legten wir für ein paar besinnliche Minuten einen Halt ein. Bei trockener Witterung genoss die Gesellschaft die kurze Wanderung durch die mystische  und geheimnisvolle Verenaschlucht. Bei einem fein mundenden und gemütlichen Nachtessen liessen wir den Vereinsausflug ausklingen. Interessierte sind bei uns immer willkommen! Haben wir Sie gluschitg gemacht? Wir sind die Lösung! K O N T A K T! Vereinsreise 2013